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Dr. Hus Summer-Camp-Tagebuch

Handynummern und erster Treffpunkt in China (17.Juli)

Vom 20. Juli – 01. August 2009 ist Dr. Hu, Betreuer des Summer Camps in China, unter der Handynummer +86-135 52 36 02 54 erreichbar. Die Handynummer von Frau Eilers, Betreuerin der niedersächsischen Schülergruppe, ist +86-134 01 00 11 29.

Für diejenigen, die bereits in China sind, ist die folgende Information sehr wichtig: Alle vier Ländergruppen treffen gegen Mittag des 20. Juli im Novotel Xin Qiao Beijing ein und übernachten dort bis zum 23. Juli.

Die Adresse ist:
Novotel Xin Qiao Beijing (4-Sterne)
No.1 Chongwenmen Xidajie, 100005 Beijing
Tel.: +86-(0)10-65 13 33 66
Fax.: +86-(0)10-65 12 51 26
http://www.novotel.com/gb/hotel-3641-novotel-beijing-xin-qiao/index.shtml

 

Programm Summer Camp 2009, Stand 17.07.2009 (17.Juli)

Das detaillierte Programm für unser Summer Camp ist ab heute bei uns herunterzuladen! Bitte beachten Sie die kleinen aber feinen Änderungen im Vergleich zu früheren Fassungen!

Reiseroute zum Herunterladen:
Word-Dokument PDF-Dokument

 

Der Grund dafür, warum der Auftakt unbedingt Erfolg werden will… (20. Juli)

Als wir uns heute früh auf den Weg zum Beijing Capital International Airport, Terminal 3, machten, um unsere erste Summer-Camp-Gruppe abzuholen, zeigte die Millionenmetropole Beijing gerade von ihrer unwahrscheinlich besten Seite: die Sonne schien, der Himmel war blau, sogar die Luft war angenehm trocken. Bis auf den etwas ärgerlichen, aber berufsverkehrbedingten Stau auf der Autobahn deutete alles auf einen erfolgreichen Start ins Summer-Camp-Programm hin. Das junge Betreuungsteam, der mindestens sechs Meter lange Begrüßungsbanner ... alles war vorbereitet, und alles wartet auf den Startschuß.

Dann tauchte Frau Rademacker, Betreuerin der sächsischen Gruppe, verblaßt und sichtlich verunsichert auf, drückte mir gleich einen Zettel in die Hand und sagte: „Herr Hu, die haben sie geholt.“ „Was ist passiert?“ erwiderte ich verwundert. „Die Lydia, Lydia Göbel. Bei ihr wurde eine leichte erhöhte Körpertemperatur nach der Landung gemessen.“ „Das bedeutet aber Verdacht auf Schweinegrippe ...“ Ich wurde fast sprachlos, das wäre mein schlimmster Alptraum als Organisator einer großen Veranstaltung. Ähnliches war schon zum Spielverderber bei den englischen und US-amerikanischen Gruppen geworden. „Lydia wurde sofort in dieses Krankenhaus gebracht und sollte dort ein bis zwei Tage unter medizinischer Beobachtung bleiben, falls sich die schlimmste Befürchtung nicht bewahrheiten sollte.“

Telefonate, Telefonate, nochmals Telefonate. Alle beteiligten Parteien wurden sofort informiert, die Konfuzius Institut Zentrale ist auf solche unerwarteten Situationen erstaunlich gut vorbereitet. Aber die Unsicherheit schwebte immer noch in der Luft: Was dann, wenn doch ...?

Jede Geschichte hat irgendwann eine Wende, das ist die banale, aber wahre Lehre des Lebens. Der Wendepunkt in diesem Fall wurde von einem unbekannten Anruf auf meinem Handy eingeleitet: „Sind Sie für das Mädchen zuständig? Wann holen Sie sie ab?“ „Mit wem spreche ich denn?“ „Hier ist die Aufnahme für Fiebererkrankte, Xiehe Hospital. Es war keine Schweinegrippe bei dem ausländischen Mädchen, nur eine leichte Entzündung der Luftröhren und Bronchien. Wir werden ihr etwas Medikamente verschreiben, aber das müssen Sie bezahlen. Also, wann kommen Sie?“

Die Entwarnung ist so unerwartet gekommen wie die böse Nachricht von vorhin. Für mich bedeutete das alles wiederum Telefonate und Telefonate, unter anderem auch mit der überglücklichen Lydia, um sie zu beglückwünschen und beruhigen. Ebenfalls begeistert waren alle Mitglieder des Betreuungsteams: Wenn die Sonne lacht, dann kann uns nichts um den Erfolg und Spaß bringen. Na dann, Berlin, Hamburg, Hannover und Leipzig: Willkommen in Beijing!

 

Die Leipziger Gruppe bei der Ankunft am größten Terminal der Welt. Aufmerksamen Lesern fällt sofort
ins Auge, dass ...
... die 19-jährige Lydia Göbel fehlt, die zwei Stunden später schon ausstrahlend im Lobby des Hotels posiert
Die Hamburger am alten Flughafen, genannt Terminal 2, gefolgt von ...
... der Gruppe aus der Hauptstadt. Aber die größte Ländergruppe stellen ...
... ausgerechnet die Niedersachsen!
Gleich am Abend dürfte den kleinen Gästen die Fremdheit der chinesischen Kultur schon
bewußt sein, auch wenn sie irgendwie folkloremäßig dargeboten wurde.

 

Konfuzius Multimedia, der Kaiserpalast und ein großes Tongefäß (21. Juli)

Das bis dato größte Summer-Camp auf dem europäischen Kontinent, das vom Konfuzius-Institut organisiert worden ist, trägt den Namen des Konfuzius. Wo sitzt aber die Institution, die es im Namen des großen chinesischen Philosophen und Pädagogen zur Aufgabe gemacht hat, in einem globalen Kontext die chinesische Sprache und Kultur zu fördern? Ganz in diesem Sinne ist das eigentliche Auftaktprogramm des Summer-Camps der Pflichtbesuch bei der Konfuzius Institut Zentrale, der heute Vormittag absolviert wurde.

In der Emfangshalle der Zentrale wurden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Herrn Shao Yipeng, Stellvertretendem Leiter der Division of New Initiatives and International Exchanges, mit warmen Worten und Geschenken – zum Chinesisch-Lernen wohlgemerkt – begrüßt.

Herr Shao (2. v.r.), Herr Sun (1. v.r., Bildungsministerium Shandong) u. Betreuer des Summer-Camps
Sachsen trifft Konfuzius

In dem sogenannten „Chinese Exploratorium“ werden die verschiedensten Methoden gezeigt, mit denen die chinesische Sprache und Kultur vermittelt werden können – von informativ über wissensorientiert bis spielerisch einladend. Auch Konfuzius würde sich verwundert seinen Augen oft reiben müssen! Im Showroom für Lehrwerke lernt man neuste Produkte und Erscheinungen kennen.

Selbstlernprogramm Chinesisch: Simone Hemberger, Daniel Blasinger u. Vivien Kaute aus Berlin
Anne Gebauer u. Ecaterina Cargan beim Testen eines E-Learning-Programms

Die harte Probe stellte aber nach einem Zwischenbesuch bei einem Seidenfachgeschäft, wo die Seidenraupenzüchtung und Seidenproduktion fachmännisch erklärt wurden, der lange Marsch durch den Kaiserpalast dar. Bloß kein Mißverständnis: trotz der gigantischen, geschichtsträchtigen Kulisse machte uns der ca. 3 Kilometer Fußaufmarsch bei einer Temperatur von ca. 35 Grad und einer hohen Luftfeuchtigkeit schwer zu schaffen. Der Beginn dieser Wanderung durch die chinesische Geschichte sah so aus:

Begeisterte Berliner u. Hamburger vor dem Tor des Himmlischen Friedens, 14:30

Zehn Minuten nach dieser Aufnahme sah es schon anders aus:

Erste Pause vor (!) dem Kaiserpalast, 14:40

Tja, wer hat gesagt, der Kaiser hätte es leichter? Natürlich hat man sich nach diesem kurzen Energietanken schnell erholt und den ersten Schritt in die einstige „Verbotene Stadt“ gewagt. Ein glücklicher Besucher des Kaiserpalastes und der wohl glücklichste Nachzügler der Welt posierte etwa so vor dem Hintergrund der goldenen Dächer:

Marian-Juri Wöbbeking, der heute mit 24 Stunden Verspätung eintrifft, stürzt sich ohne Zeitumstellungsprobleme sofort ins Programm

Respektbezeugung moderner niedersächsischer Art verlangt ebenfalls Respekt:

Niedersachsen vor der Halle der höchsten Harmonie

Auf die Wanderung durch den Kaiserpalast folgte ein Besuch bei einer Akrobatikdarbietung. Die unglaubliche und atemberaubende Körperbeherrschung der Künstler verschlug einem die Sprache. Den Höhepunkt des Programms dagegen bot ein Summer-Camp-Teilnehmer aus Hamburg. Raten Sie nur, wie er seinen ersten Bühnenauftritt – und das ausgerechnet in China – absolviert hat! Es sah am Anfang nämlich nach Business as usual aus:

Eine Akrobatin versucht aus der Rückenlage mit den Füßen ein großes Tongefäß zu bewegen, das dann anfängt sich zu drehen ...
... und es dreht sich und dreht sich ... und unser Adrian Jagow kommt zum Vorschein!

Ob er sich dabei in dem Tongefäß wohl gefühlt hat? Ich würde ihn morgen noch mal fragen, wenn sich die Aufregung gelegt hat.

 

Sonnenfinsternis auf Autobahn, Sportliche Kulturerlebnis und Konsequenzen für Spätaufsteher (22. Juli)

Nach dem städtischen Besuchsprogramm von gestern führt es uns heute stadtauswärts. Die Große Mauer und der Sommerpalast liegen beide weit von unserem Hotel entfernt, und alleine für die Hinfahrt muss man mindestens anderthalb Stunden einplanen. Aber wie würde sich die sogenannte Jahrhundert-Sonnenfinsternis zwischen 8 und 9 Uhr auf unsere Fahrt auswirken? Nach der Kurzbesprechung mit anderen Kollegen während des Frühstücks waren wir uns darin einig, dass wir uns nicht davon beeindrucken lassen sollten. Trotzdem wäre es zu schade, wenn man dieses Naturspektakel einfach an sich vorbei kommen läßt. So richteten viele von uns unterwegs auf der Autobahn doch die Kamera in Richtung versteckte Sonne:

Immerhin etwas davon – das war unser Eindruck von der Sonnenfinsternis 2009, aufgenommen im Norden von Beijing.

Vor dem Juyong-Paß herrschte noch heitere und lockere Stimmung: Hi Große Mauer, wir kommen! Aber nach ein paar Minuten wurde klar, dass sich die Heiterkeit doch sehr schnell verpflüchtigen kann. Denn bei der hohen Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur von ca. 32 Grad versank die Landschaft zwar in einem malerisch anmutenden Dunstmantel, wie man es von der traditionellen chinesischen Tuschmalerei kennt, aber zum Bergsteigen war eine solche Wetterlage höchst strapazierend.

Der Blick ins Tal, Yanshan-Gebirge im Norden von Beijing

Vor uns steht der Eingangstor des Juyong-Passes, wo die sich Großer Mauer in ihrer vollen Pracht zeigt. Hier gibt es verschiedene Verteidigungsbauwerke auf der Mauer zu bestauen – vor allem aber: zu besteigen.

Seitenblick des Eingangtors

Wie steil die Treppen sind, übertrifft unsere übermäßig selbstbewussten Vorstellungen. Aber Herr Thomas Müller (Staatsministerium für Kultus Sachsen) und Co. ließen sich nicht davon abschrecken. So verbindet man in China auf ideale Art und Weise Kultur und Sport miteinander ...

Sachsen in Bewegung ... nach oben
Gipfelerlebnis: Wir haben es geschafft!

Auf keinen Fall darf eine Erinnerungsfoto vor dem berühmten Mao-Spruch fehlen: Wer die Große Mauer nicht bestiegen hat, der ist kein richtiger Mann. Wir hatten also plötzlich gegen „Männerüberfluss“ anzukämpfen, wie dem folgenden Bild zu entnehmen ist:

Männerüberfluss nach dem Besteigen der Großen Mauer

Am Nachmittag ging es weniger spektakulär zu. Man ist schließlich nur einer unter den etwa hunderttausend Inlandstouristen zuzüglich Tausenden von „Langnasen“ im Sommerpalast. Man gewöhnt sich ja schnell. Für jeden ist Neues zu entdecken ...

Wo schläft der Kaiser? Siehst Du was?
Der Affenkönig ist ... eh ... ich will sagen: der Affenkönig ist der König der Affen – Damit ist der schönste Spruch des Tages perfekt.

Plötzlich ist mir aufgefallen, dass die niedersächsische Gruppe inzwischen die meisten Fächer besaß – ein Anblick, der mir sehr gewöhnungsbedürftig war und irgendwie spanisch vorkam.

Niedersachsen bewegt ... mit erfrischendem Ergebnis

Nach chinesischen Gepflogenheiten hüttet man die schlechten Nachrichten bis zum letzten Augenblick. In diesem Sinne bin ich authentisch chinesisch. Wir sind heute früh mit Verspätung gestartet, weil drei Jungs aus Sachsen den Weckruf überhaupt nicht wahrgenommen hatten. Mit ein wenig Mitleid musste ich zusehen, dass aus den drei schläfrigen Spätaufstehern drei Zwangs-Aufsichter geworden sind. Sie müssen nämlich ab heute die Gruppe jedes Mal vor der Abfahrt abzählen, und das laut auf Chinesisch.

 

Quizfrage: Was verbindet das Nationalstadion in Beijing und eine Schule in Shandong? (23. Juli)

Heute ist also der Tag, an dem sowohl der Höhepunkt des Beijing-Aufenthaltes als auch der Abschied von der chinesischen Hauptstadt erlebt wurde.
Die Austragung der Olympischen Spiele im vergangenen Sommer ist für Chinesen ein Beweis für das Yes-we-can – um das Wahlmotto des zu einem späteren Termin zum US-amerikanischen Präsidenten gewählten Obama zu gebrauchen. Dieser starke Wunsch einer aufstrebenden Nation kommt u.a. durch eine ebenfalls ausdrucksstarke architektonische Konstruktion zum Ausdruck, die sofort das Herz der Chinesen erobert hat und von ihnen liebevoll „Vogelnest“ genannt wird.
09:00 Ankunft am chinesischen Nationalstadion, dem Vogelnest. Für mich als Besucher ist vor allem eine Frage von großer Bedeutung, nämlich: Was könnte das Schweizer Architektenbüro Herzog & de Meuron und die chinesischen Designer dazu gebracht haben, Chinesen mit solch einer gewagten Formsprache (Botschaft? Symbolik?) zu konfrontieren?

Startklar für den Sturm auf das Vogelnest

09:25 Wir sind drin! Einmal auf dem Originalschauplatz eines großen Ereignisses zu stehen hat etwas Aufregendes – wer ist nicht im Herzen sich selbst ein wahrer Held?

Aufmarsch in olympischer Pose

Leider hatten wir unter Zeitdruck nicht viel Zeit, um noch länger am olympischen Gelände zu verweilen. Das war also unser letztes Programm in Beijing. Zweieinhalb Tage vs. Millionenmotropole: Eigentlich bräuchte man viel mehr Zeit, um eine Stadt und ihre Bewohner kennen zu lernen. Was ist bei den Schülern nach zwei Tagen geblieben? Würden einige von ihnen eines Tages wiederkommen – wegen dieser Stadt, dieser Menschen? Oder wegen dieses Landes samt seiner Kultur?
Der Flieger nach Shandong startete pünktlich um 13:10 und landete nach einer Stunde Flugzeit in Ji’nan, Hauptstadt der Provinz Shandong. Vor dort aus wurden wir weiter ostwärts nach Shouguang gebracht. Wie die Schüler die zweieinhalb Stunden Fahrtzeit verbracht haben, sieht man im folgenden Bild:

Wie bitte, worüber wir lachen? Ist das wichtig?

Ich habe unterwegs die Zeit genutzt, um ein Mißverständnis aufzuräumen: Das Mädchen, das ich am Ankunftstag für Lydia Göbel gehalten habe, ist nicht Lydia – ihren wahren Namen Anne Kerber erfuhr ich erst später. Und die richtige Lydia? Sie saß die ganze Zeit neben mir! Selbstverständlich kerngesund und keine Spur von Krankerscheinungen:

Lydia Göbel die Richtige

In der Century School wurden wir von der Schulleitung und einigen Dutzenden Schülern begrüßt. Da wir uns aber gleichzeitig mit der Unterbringung im Schülerwohnheim beschäftigen mussten, herrschte vor dem Schülerwohnheim ein kleines Durcheinander. Unter neugierigen Augen zogen die Schüler ins Wohnheim ein.

In Schuluniform gekleidete chinesische Schüler vs. (hier fehlt das passende Adjektiv) gekleidete deutsche Schüler

Ich finde es schon rührend zu sehen, wie sehr sich die Schule bemüht, den perfekten Gastgeber zu geben: Alle Kennzeichen und Erklärungen auf dem Zimmer wurde mit viel Nachsicht ins Deutsche übersetzt (z.B. „Nicht Trinkwasser“), und vor der Schulmensa hat sogar jemand ein Bild zur Begrüßung an die Tafel gemalt:

Mensa, Guten Appetit, Abend Essen

Gekrönt wurde der Tag mit einem untypisch chinesischen Buffet in der Mensa und einer Internetstunde im Rechenzentrum der Schule.

Wieso kenne ich nur hungrige Schüler?
Kann man heutzutage ohne Internet überleben? Na klar, nein!

Die Frage, die ich als Titel des heutigen Eintrags formuliert habe, hat eigentlich eine Antwort. Die Schüler würden urteilen können, ob ich Recht habe – und wie. Auf die Frage, was das Nationalstadion und eine Schule in Shandong verbindet, kann man antworten: Beide sind RIESIG!
Das Nationalstadion kennen wir schon; was die Century School angeht, so hat sie ca. 5000 Schüler, einen Sportplatz, eine Bibliothek, Sporthallen, Schulbusse, diverse Wohnheime und Unterrichtsgebäude und und und ... Und, sie ist nicht die größte Schule in dieser Stadt.

 

Century School, Gemüse ohne Ende und polizeiliche Eskorte (24. Juli)

Auf dem heutigen Programm stehen die Century School, die wir gestern bereits als riesig eingestuft haben, und die Stadt Shouguang, die gemessen an ihrer Einwohneranzahl von ca. 100 000 im Stadtkern erstaunlich weiträumig angelegt ist.
Nach dem Frühstück wurden wir in der Sporthalle der Schule von den chinesischen Schülern, Lehrern, Schulleitern sowie anderen Verantwortlichen im Bildungsbereich begrüßt. Zahlreiche lokale Medien waren auch dabei. Ausländer genießen in einer Provinzstadt eindeutig mehr Aufmerksamkeit als in einer Metropole – eine Erkenntnis, die sich im Laufe des Tages immer wieder bestätigte.

Begrüßung vor Kameras
Xifu Du, Stellvertretender Bildungsminister der Provinz Shandong. Die Schreibweise seines Namens wurde mit viel Nachsicht den deutschen Gepflogenheiten angepasst.
Daniel Blassinger bedankt sich im Namen der deutschen Schüler beim Gastgeber

Nach der Begrüßungsfeier wurden unsere Schüler in fünf Klassen aufgeteilt und bekamen ihren ersten Unterricht. Von außen sah der Unterrichtsraum so aus:

Eindeutige Zielgruppe des Unterrichts

Während die Schüler auf dem richtigen Weg waren, beraten sich die Organisatoren, Stellvertretender Bildungsminister und andere Entscheidungsträger aus der Stadt über das Programm und die Versorgung der Schüler.

Auf dem „Road to Success“ in der Century School
Beratung der Organisatoren

Bitte achten Sie auf das Obst und Gemüse in Frischhalteverpackung auf dem vorigen Foto, das auf dem Sitzungstisch serviert ist – dort liegt nämlich der Schlüssel zum Verstehen von Shouguang bzw. der ganzen Region. Auch im Gästehaus bekommt man jeden Tag frische, niedliche Gurken und Tomaten auf den Beitisch gestellt:

Nicht in der Mensa, sondern auf dem Zimmer!

Am Nachmittag besuchten wir einen Ausstellungspark für Gemüseanbau, wo in geräumigen Gewächshäusern verschiedenste Gemüsesorten gezüchtet werden.

Spaziergang unter Kürbissen (oder?)

Sogar die Menschen- und Tierfiguren sind alle aus Gemüse und Getreide gemacht, etwa in der Art:

Soll man es bestaunen, anfassen, oder soll man es essen?

Auf die Gemüseschau folgte ein Besuch in einem Öko-Park, wo sich Lotusblumen in ihrer vollen Pracht zeigten:

Seit Jahrhunderten in China angedichtet: die anmutigen Lotusblumen

Ob die tobenden Schüler auf der Hängebrücke diese Schönheit um sich herum überhaupt wahrgenommen haben?

Rüttelt! Bloß keine Ruhe!

Im Öko-Park sind wir auch durch eine Obstplantage gegangen. Durch diesen Besuch sollte den Schülern klar werden, dass einige Bauern in dieser Region inzwischen auf eine Art Öko-Tourismus umgestiegen sind. Es ist eine neue Entwicklung und eventuell eine gewinnbringende Kombination im Vergleich zur traditionellen Landwirtschaft. Es leben schließlich 80 Prozent der Chinesen auf dem Lande. Ob unser Konzept dadurch aufgegangen ist?
Auf jeden Fall haben wir uns ein bescheidenes Bild von der Landwirtschaft in der Region Shouguang gemacht. Nachdem wir die gewöhnungsbedürftige Verkehrslage, das aggressive und riskante Fahrverhalten auf der Landstrasse kennen gelernt haben, konnten wir nur noch froh sein, dass unser aus vier Schulbussen bestehender Konvoi unterwegs von der Polizei eskotiert worden ist, wie das folgende Bild zeigt:

Rundrum-Versorgung in Shouguang, unter anderen durch die Polizei

Dass man in der Provinz als Exot gilt, dessen Sicherheit es zu garantieren gilt, dürfte für die Schüler auch eine neue Erfahrung sein.

Pilgerreise zu Konfuzius (25. Juli)

Heute steht voll und ganz im Zeichen des Konfuzius, in dessen Namen wir schließlich auf diese Reise geschickt worden sind. Wer ist dieser Philosoph und Pädagoge, der die chinesische Gesellschaft und Kultur seit mehr 2000 Jahren geprägt hat und dessen Familie die einizige adlige Familie in der chinesischen Geschichte überhaupt ist?
Die Fahrt von Shouguang nach Qufu dauerte viereinhalb Stunden. So langweilig es sich auch anhört, so vielfältig waren die Beschäftigungen unterwegs:

Lesen, Musik hören, sich unterhalten, aus dem Fenster gucken ... und schlafen

Zur Mittagszeit kamen wir in Qufu an. Das Hotel liegt zentral in der Altstadt, die im alten Baustil neu aufgebaut ist:

Hotel Queli in Qufu

Nach einer kurzen Pause liefen wir zu Fuß zu Konfuzius. Der Besuch begann bei dem Konfuzius-Tempel, der den kaiserlichen Anlagen in puncto Größenordnung, Farbenpracht und Bauweise kaum nachsteht. Angenehm war uns der Besuch nicht zuletzt deswegen, weil wir hier nicht in strömenden Touristen verloren waren im Vergleich zu Beijing, und weil die Temperatur von 31 Grad unseren Gang nicht zusätzlich erschwerte. Ein Unterschied zu den kaiserlichen Anlagen ist mir doch aufgefallen: der Konfuzius-Tempel strahlt mit seinen großen Grünflächen – vor allem mit den vielen alten Kiefern und Zypressen – eine Würde aus, die den Besuchern weniger Ehrfurcht abverlangt als zur Besinnung und Meditation einlädt.

Goldene Dächer, die sonst nur dem Kaiser zustehen, und alte Kiefern und Zypressen im Konfuzius-Tempel
Grün und still

Vor der Halle der Großen Vollendung beteten viele Schüler, Studenten und Eltern um bessere Schul- bzw. Studienleistungen für sich bzw. die Kinder und zündeten dabei Räucherstäbchen an – nein, eigentlich müssten sie Räucherstangen heißen, denn sie waren teilweise so dick wie Kinderbeine!

Vor der Halle der Großen Vollendung

Neben dem Tempel liegt der ebenso geräumige Wohnsitz der Familie Kong, der die Bezeichnung „Hof des Heiligen“ trägt. Konfuzius selber dagegen war zeitlebens eine solche exklusive Wohnanlage verwehrt.

Im hinteren Innenhof der Familie Kong

Als Nächstes besuchten wir den sogenannten Konfuzius-Wald, in dem sich die Grabanlage der Familie Kong befindet.

Unterwegs zum Konfuzius-Wald

Nach langer Wanderung durch die unzähigen Gräber der Kongs sind wir an dem bescheidenen Grab von Konfuzius angelangt. In der Nachbarschaft des Grabes liegen auch der Sohn und der Enkelsohn begraben. Die Rissen, Bruchstellen und Beschädigungen auf dem Grabmal zeugen von den Verwüstungen – damit sind auch die seelischen Verwüstungen gemeint – während der sogenannten Kulturrevolution, in der eine jahrtausendealte Kulturnation ihre eigene Kultur ablehnte.

Grab von Konfuzius

Dass China ein Land voller Gegensätze und Widerssprüche ist, haben die Schüler in den letzten Tagen schon ansatzweise kennen gelernt. Dass aber auch Konfuzius zum Verkauf steht, und das neben anderen ebenfalls symbolträchtigen Figuren, mutet doch seltsam an und macht einen irgendwie nachdenklich:

Konfuzius kommerziell. Aufgenommen auf der Geschäftsstrasse vor dem Konfuzius-Wald

Mit vielen Eindrücken, die noch verdaut werden müssen, und noch mehr Fragen sind wir ins Hotel zurückgekehrt. Und das Transportmittel darf dabei nicht unerwähnt bleiben im Zeichen der sparsamen Autos und der Umwelt- und Klimadiskussionen:

Mit Elektro-Auto durch die Stadt

 

Qingdao und die Gemeinsamkeiten mit Hamburg (26. Juli)

Nach fünfeinhalb Stunden Busfahrt sind wir langsam ins Ziel gefahren: Qingdao – in der deutschen Literatur auch als Tsingtau geschrieben –, die geheime Hauptstadt der Provinz Shandong, eine der schönsten Städte Chinas.
Als eine touristische Besichtigungstour ist unsere Reise nach Qingdao nicht gedacht. Denn an diesem Ort hatten Deutschland und China vor mehr als hundert Jahren aufeinander getroffen – leider nicht als ebenbürtige Partner, sondern als Kolonialherren einerseits und imperialistische Beute andererseits. Aus dieser konfliktvollen Begegnung ist die Stadt Qingtao entstanden. Obwohl dieses unschöne Kapitel bereits der Vergangenheit angehört, ist doch interessant zu sehen, was aus der gemeinsamen Geschichte inzwischen geworden ist. Was würden die jungen Schüler aus Deutschland in dieser Stadt empfinden?
Ich war persönlich vor etwa 15 Jahren zum ersten Mal in Qingdao. Die Hafenstadt mit seinem wunderschönen Strand und Berglandschaft hat damals einen sehr guten Eindruck auf mich gemacht, u.a. durch seine wilhelminisch geprägte Architektur, die größtenteils überlebt hatte und gut erhalten war. Neugier hat auch mich erfaßt: was könnte aus dem mir einst bekannten Qingdao geworden sein? Die Antwort darauf lässt sich nicht lange warten. Wie man dem folgenden Bild entnehmen kann: Qingdao zeigt sich in einem gelungen Emsemble alten Lebensstils und moderner, neuer Akzentsetzungen.

Qingdao 2009. Aufgenommen aus dem Panorama-Pavillon auf dem Fisch-Berg

Vor dieser Kulisse muss natürlich ein Gruppenfoto her. In einer selbstbewussten Pose präsentierten sich die Hamburger, während die Sachsen sich wieder mit Geschlossenheit formierten:

Hamburger auf dem Fisch-Berg in Qingdao
Sachsen mit weiterem Blick

Dabei habe ich mit meiner Kamera festgestellt, dass die Lebenslust und -freude der Qingdaoer aus allen Nähten geplatzt sind wie die Stadt sich entwickelt. Als Zeuge dafür ist folgendes Foto anzuführen:

Mallorca? Wie bitte? Was ist das? Wir sind in Qingdao, 2009.

Die ehemalige Residenz des deutschen Gouverneurs dient jetzt als Gästehaus und steht unter Denkmalschutz. Auch Mao Zedong übernachtete in den 1950er Jahren in diesem Haus. Beim Rundgang durchs Haus hatte ich leider den Eindruck, dass von dem Originalmobiliar wenig übriggeblieben ist. Vielleicht habe ich mich auch geirrt.

Von hier aus wurde früher Tsingtau regiert

Eine Stadt am Wasser hat immer etwas Magisches für mich. Die weiteren Strände laden nicht nur zum Wandern und Nachdenken ein, auch die Menschen am Wasser interessieren mich wegen ihrer vielfältigen Unternehmungen besonders. Zum Beispiel: Es kann gegrillt werden.

Grillparty am Strand (Vergessen Sie bitte bloß nicht den Müll!)

Ein Kind posierte für mich völlig ungeniert:

Hallöchen, Onkel!

Natürlich waren vor allem unsere Schülerinnen vom Meeresanblick begeistert. So habe ich mit meiner Kamera drei Hannoveranerinnen überrascht:

Hannoveranerinnen am Gelben Meer:
Leonie Josephine Andresen, Fabienne Marwede u. Laura Frühauf (v.l.n.r.)

Soviel zu meinen ersten, aufgefrischten Eindrücken von Qingdao. Dass die Schüler – allen voran die Schülerinnen – bei der Ankunft im 24-stöckigen Copthornehotel vor lauter Aufregung geschrien haben, überrascht mich nicht. Die Kinder heutzutage sind moderne Lebensformen und -komfort gewohnt und wünschen sie sich dementsprechend. Zur Frage, was Qingdao mit Hamburg gemeinsam haben, habe ich eine sehr individuelle Beobachtung als Antwort, nämlich: Beide sind hungrig nach Entwicklung! Vor fünfzehen Jahren habe ich in einem der wenigen mehrstöckigen Hotels übernachtet; heute bestimmt eine spektakuläre Skyline das Stadtbild und das alte, einst modernste Hotel ist nur noch mit größter Mühe zu finden. Und sie Stadt wächst und wächst. Parallel dazu haben mir die Humburger Jungs große Anerkennung bezeugt, indem sie fast jedes Mal alle Teller aufgegessen haben, die manchmal sogar anderen Tischen entwendet worden waren. Das macht Hoffnung.

 

Taoismus, Tsingtao-Bier und nochmal Olympia (27. Juli)

Heute war der Tag auf der Reise, an dem wir am wenigsten zu laufen hatten. Denn wir wurden vormittags direkt ostwärts zum Tempel der Höchsten Reinheit am Laoshan-Berg gefahren und nachmittags zur Bierbrauerei sowie anschließend zum Olympic Sailing Centre, das eigentlich nur einen Katzensprung zu unserem Hotel liegt.
Der Laoshan-Berg zieht mit seinen ins Meer auslaufenden Steinmassiven seit mehr als zweitausend Jahren meditative Chinesen an und hat sich zu einem der taoistischen Zentren entwickelt. Auf der Bergstrasse bis zum Tempel hat unser Busfahrer seine Fähigkeiten und Präzisionssinn beeindruckend mehrfach unter Beweis gestellt.

Laoshan-Berg am Gelben Meer

Der taoistische Tempel der Höchsten Reinheit wurde im Jahre 140 v. Chr. gegründet und zählt somit zu den Tempeln mit der längsten Geschichte in China. Was Taoismus bzw. Daoismus (auf Chinesisch: Dao) beinhaltet und welchen Einfluss er auf chinesische Kultur, Gesellschaft, Mentalität etc. ausübt, sollte durch diesen Besuch erkundet werden.

Eingang der Tempelanlage

In China lässt sich seit einiger Zeit – vor allem nach der Kulturrevolution – ein Neuaufleben der Religionen feststellen. Immer mehr Leute suchen Rat in Tempeln.

Chinesische Religiosität

Warum nicht auch chinesische Gottheiten anbeten? Übrigens: unsere Schüler beteten vor dem Schutzgott um eine gute Partnerin. Ob sie sich dessen bewusst waren?

Wenn schon, denn schon!

Die Tsingtao-Bierbrauerei ist ein Muss für jeden Qingdao-Besucher. Gegründet wurde sie im Jahre 1903 von den Deutschen unter dem Namen „Germania“. Heute ist das Tsingtao-Bier das bekannteste Bier in China und am meisten exportierte chinesische Bier. Von außen gesehen ist die Brauerei trotz seiner Bekanntheit überraschend bescheiden:

Tsingtao-Bierbrauerei (rechts unten die alten Gebäude aus der Gründungszeit)

Die alten Gebäuden wurden in ein Museum verwandelt, in dem nicht nur über die Geschichte der Brauerei, sondern auch über das Produktionsverfahren in den gut erhaltenen historischen Produktionshallen informiert wird. Die Info-Tour geht dann in die moderne Produktion über.

Alte Anzeige aus der Kolonialzeit
Alte Anlagen aus Deutschland
Moderne Produktion hinter Glas

Nach der Besichtigungstour gab es selbstverständlich frisches Bier zum Vorkosten. Auf einmal herrschte unter uns eine Art Oktoberfest-Stimmung:

Ist das auch chinesische Kultur? Aber klar doch!

Das Besuchsprogramm wurde abgerundet durch einen Spaziergang entlang der Strandpromenade bis zum Olympic Sailing Centre. Hier zeigt die Stadt Qingdao ihren unwiderstehlichen Charme, unsere Schüler ihre beneidenswerte Unbekümmertheit und Lebensfreude.

Qingdao. Aufgenommen vom Olympic Sailing Centre aus
Freude vor olympischer Kulisse
Lauter coole Jungs aus Deutschland

 

Drachen, der nicht in die Höhe steigen will und Sport, bei dem es keinen Verlierer geben darf (28. Juli)

Qingdao, Auf Wiedersehen! Ich werde bestimmt noch mal kommen! Mit ein wenig Wehmut nahm ich heute früh Abschied von Qingdao und fuhr westwärts nach Weifang. In Weifang ist die Tradition des Drachenbaus lebendig und das jährliche International Kite Festival zu Hause.
Unser Ziel hieß Yangjiapu, wo die Bauern die Tradition des Drachenbaus und der Neujahrsbilder pflegen.

Das Yangjiapu-Museum für volkstümliche Kunst – eine Art Heimatmuseum in Weifang
Dem Meister beim Drucken von Neujahrsbildern über die Schulter schauen

Die Schüler haben auch die Gelegenheit genutzt, um selbst Hand an einen Rohbau von Drachen anlegen zu dürfen. Ein kleines Erfolgsgefühl muss doch sein.

Robert Clausecker aus Berlin in der Werkstatt für Drachenbau
Papier kleben und zurechtschneiden ...
... und fertig damit! (mit Drachenbau-Meisterin und Alexander Kohl aus Berlin)
Und er kann in der Tat fliegen – obwohl nur für einen kurzen Augenblick ...

Nachmittags fuhren wir nach Shouguang in die Century School zurück. Die Schule hat auf unseren Wunsch kurzfristig Sportaktivitäten organisiert, und ich glaube, über Sport läufe der Austausch zwischen Kulturen manchmal besser und direkter als über die Sprache.
Leider hatte die Konfuzius-Auswahl gegen die eingespielte Basketballmannschaft wenig Chance, aber die Jungs haben erstaunliche Standhaftigkeit bewiesen und einige gute Kombinationen abgeliefert. Wenn sie doch nur eine Woche zusammen trainiert hätten! Der Schiedsrichter der School hat seinerseits ihre Schüler mehrmals mit überzogener Härte abgepfiffen.

Ist der Ball drin?
Kurze Lagebesprechung
Wir können es auch! Felix Hirth aus Seelze hat’s drauf.

Noch besser hat die Konfuzius-Auswahl beim Fussball abgeschnitten. Da die Century School keine Fussballmannschaft hat, hat die School provisorisch eine gemischte Mannschaft aus dem Boden gestampft, die aus Unterstufenschülern und jungen Lehrern bzw. Studenten bestand. Obwohl unsere Schüler den erwachsenen Gegnern in der Kraft unterlegen waren – einige hatten vorher noch beim Basketball mitgespielt –, haben sie um jede Chance gekämpft und nach 90 Minuten ein Unentschieden erkämpft. Im Elfmeterschießen waren unsere Schüler viel besser.

In der Abwehr wird abgeriegelt
Im Mittelfeld wird gefightet
Elfmeterschießen

Natürlich dürfen zum Schluss ein Gruppenfoto von beiden Mannschaften sowie ein weiteres von den zujubelnden weiblichen Fans nicht vergessen werden:

Wir haben alle gewonnen!
Fussball ist ... mehr als elf Männer und ein Ball!
Schul- und Familienalltag in Shouguang (29. Juli)

Unseren Schülern wurden heute vormittag verschiedene Kurse angeboten: von der Töpferei über Taiji bzw. Schattenboxen bis Malerei und Kalligraphie. Wie den folgenden Bildern zu entnehmen ist, gingen die Schüler mit großem Eifer den Beschäftigungen nach:

Taiji
Tuschmalerei
Guck mal, das ist mein Name auf Chinesisch: Mae Rosalynn Fox aus Seelze/Hannover
Gruppenarbeit an der Drehscheibe

Am Nachmittag gingen die Schüler zu zweit in die chinesischen Gastfamilien, um mit chinesischen Schülern und deren Eltern gemeinsam einige Stunden zu verbringen und ein Jiaozi-Essen zuzubereiten. Da die meisten Stadtbewohner in China in neuen Wohnsiedlungen leben, wurden unsere Schüler mit Schulbussen zu den Wohnsiedlungen gefahren, wo sie sich mit ihren Gastfamilien trafen.

Eike Christian Schön (2. v.r.), Jann Weiberlenn (1. v.r.) aus Niedersachsen und die Gastfamilie

Mein Besuch bei einigen Familien zeigte, dass das Zusammenkommen mit chinesischen Gleichaltrigen unseren Schülern sehr gut gefallen hat:

Marlen Buller (2. v.l.) u. Aleksandra Serwa aus Niedersachsen bei der Zubereitung von Jiaozi (Maultaschen)

Es gab sogar einen Automaten-Schnappschuss auf bunte chinesische Art:

Freundschaft mit chinesischer Bemerkung
Katja Bücker (3. v.l.), Ann-Kathrin Wachau (2. v.r.) aus Niedersachsen präsentieren mit ihrer Gastfamilie den Erfolg

Wieviel Stück die beiden davon gegessen haben, das muss morgen noch erfragen. Ich habe jedenfalls erzählt, dass weniger als zwei Dutzend für mich nicht in Frage kommt.

 


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